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- zwischen Panikmache
- und Verharmlosung
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- Staphylokokkus aureus bekannt seit 1884
- (Billroth)
- Verursacht vorwiegend -Wundinfektion
- -Harnweginfektion
- -Atemwegsinfektion
- Komplikationen Sepsis, Carditis,
- Nierenversagen
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- Nasenrachenraum
- besonders Nasenvorhöfe
- Stirn-Haar-Grenze
- Axillae und Schweißstraßen
- Leisten
- Damm
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- 30 % der Erwachsenen temporär
- besiedelt
- (Denke an den Unterschied:
- Besiedlung, Kolonisation, Infektion)
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- seit 1961 Resistenz gegen Methicillin bekannt, daher MRSA
- später vielfach resistent M(ulti)RSA
- auch bekannt als ORSA (oxacillinresistent)
- Neben anderen resistenten Keimen bedeutendster Nosokomialkeim in
Deutschland
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- Der Begriff der Resistenz bezieht
- sich nur auf Antibiotika,
- nicht auf Antiseptika!
- Alle gängigen Antiseptika
- wie z. B. PVP-Jod, Alkohol,
- Chlorhexidin, Octenidin,
- Polyhexanid sind wirksam!
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- MRSA in Prozent aller Staph. aureus-Isolate aus Krankenhäusern (n.
Witte et al. 9/2000)
- 1990: 1,7 %
- 1995 8,7 %
- 1998 15,2 %
- 2008 über 25 %
- Zum Vergl.: Niederlande heute noch ~
1 %
- Dänemark ~ 1 %
- USA und Japan ~ 35 %
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- Großraum Heidelberg 1,1 % (von Baum)
- Großraum Frankfurt 2,4 % (Heudorf)
- Überregional 2,4 % (Heuck)
- Südniedersachsen 2 – 8 % (Höpken)
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- keine besonders hohe Pathogenität, aber
- Tödliche Gefahr für
- vorgeschädigte Patienten
- wegen sehr eingeschränkter Therapierbarkeit
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- MRSA ist nicht gleich MRSA
- Es existieren verschiedene Stämme mit
- verschiedenen Resistenzmustern:
- z. B. - Norddeutscher Epidemiestamm
- - Hannoveraner Epidemiestamm
- - Berliner Epidemiestamm
- - Barnim Epidemiestamm
- - Rhein-Hessenstamm
- - Süddeutscher Epidemiestamm
- - Wienerstamm
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- (Ausnahme: z. B. 80 % Dominanz eines
- Stammes regional)
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- Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz (IfSG)
- Gem. § 6, Abs. 1, Ziff. 5b - ...2 oder mehr gleich-
- artige
Erkrankungen mit vermutetem
- Zusammenhang
- Gem. § 6, Abs. 3 ...das gehäufte Auftreten
- nosokomialer
Infektionen mit
- vermutetem
Zusammenhang
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- Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz (IfSG)
- Gem. § 23, Abs. 1 ...Resistenzen
fortlaufend
- aufzuzeichnen und zu bewerten (Einsichtnahme
- durch das Gesundheitsamt)
- Gem. § 36, Abs. 1 ...medizinische
Einrichtungen
- legen in Hygieneplänen innerbetriebliche
- Verfahrensweisen zur Infektionshygiene fest
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- Sinnvoll bei Risikopatienten:
- z. B. - multimorbide, alte
Patienten,
- besonders solche mit
Diabetes,
- unter Immunsupression,
- mit chronischen Wunden,
(insbesondere
- mit Dekubitus, Ulcus cruris)
- - Patienten auf Intensiv, Dialyse, Onkologie
- - Patienten aus Häusern mit bekannt hoher MRSA-Rate
- - Patienten die mit MRSA-Patienten das Zimmer
- teilten
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- sinnvoll bei Personal:
- - das MRSA-Patienten
betreut,
- - bei Verdacht auf Infektketten,
- Kein routinemäßiger All-Personen-Check.
- Cave: An Angehörige des Personals denken!
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- Wo:
- nicht an allen Prädilektionsstellen, sondern Nasenvorhof, Leiste
plus evtl.
- vorhandene Wunde
-
Trefferquote > 90 %
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- bei Personal- der
Träger
- Untersuchung
(Personalarzt)
- bei Patienten die
Klinik
- die Krankenkasse
- Achtung: der Hausarzt braucht keine Angst vor Regreß wegen Budget- oder
Richtgrößenüberschreitung
haben.Untersuchungen unter Bezug auf das IfSG sind budget- bzw.
richtgrößenfrei. Ziffer 32006 auf dem Anforderungsschein angeben
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- „ Wurden MRSA erst in eine Einrichtung eingeschleppt, so sind die dann
auftretenden Raten ein Maßstab für die Effektivität des dort vorhandenen
Hygieneverhaltens.“
- (R. P. Wenzel 1991)
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- „ Hardliner“-Fraktion
- Isolierung, (Einzelzimmer oder Kohorte)
- Händedesinfektion!
- Personal, Patient, Besucher
- Besondere Schutz-kleidung
- Bei bestimmten Verrichtungen, incl. Mund-, Nasenschutz
- „Soft“-Fraktion
- Isolierung, nicht zwingend erforderlich, Patienten können in der Regel
am Gemeinschafts-leben teilnehmen
- Händedesinfektion!
- Für Patienten und Besucher nicht vorgesehen
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- „ Hardliner“-Fraktion
- Pflegeutensilien verbleiben im Zimmer
- Wenn möglich Bezugspflege
- Täglich Bettzeug- und Wäschewechsel
- Tägliche Flächendesinfektion aller patientennahen Bereiche
- (Klingel,Telefon, Spülknopf WC, Türklinken, Lichtschalter usw.
- „Soft“-Fraktion
- ...„ möglichst patienten-bezogen verwenden“
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- „ Hardliner“-Fraktion
- Sanierung(sversuch)
- (10 – 15 Tage)
- -Dekontamination von Nase
- und Rachen (Nasengel,
- Nasenspray
- cave: Mupirocinresistenz!)
- Dekontamination der Haut
- und der Haare (antiseptische
Waschlotion, Shampoo)
- Kamm, Bürste, Hörgerät,
Ohrschmuck, Zahnersatz, Deo, Lippenstift
- keine Haare fönen
- „Soft“-Fraktion
- Sanierungs (versuch)
- ...nicht zwingend
- erforderlich“
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- „ Hardliner“-Fraktion
- ggf. antiseptische Wundspülung
- ggf. systemische Therapie (geeignetes Antibiotika?)
- Besondere Vorkehrungen bei Transport innerhalb der Einrichtung (Röntgen,
EKG, OP usw.) außerhalb der Einrichtung z. B. Verlegung
- „Soft“-Fraktion
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- „ Hardliner“-Fraktion
- Abfallentsorgung
- im Zimmer sammeln
- B-Müll (extra Müllsack)
- Verschließen der
- Müllsäcke im Zimmer
- „Soft“-Fraktion
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- „ Hardliner“-Fraktion
- Wäscheentsorgung
- im Zimmer sammeln
- Verschließen der
- Wäschesäcke im Zimmer
- „Soft“-Fraktion
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- „ Hardliner“-Fraktion
- Who is who?
- z. B. eher Hardliner:
- Prof. Kramer
- (Greifswald)
- Dr. Seipp
- (Staatl. Untersuchungsamt Hessen)
- Gesundheitsämter
- (teilweise)
- Hygienefuchs
- „Soft“-Fraktion
- Who is who?
- z. B. eher soft-Fraktion:
- MDK Rheinland-Pfalz
- Heimaufsicht Rheinland-Pfalz und Hessen
- Gesundheitsämter (teilweise)
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- „ Hardliner“-Fraktion
- Personalbezogene
- Maßnahmen
- Screening
- - bei Kollegen die MRSA-Pat. Betreuen
- - bei Verdacht auf
- Infektketten
- Sanierung (5 Tage)
- Sanierungskontrolle
- 3 negative Abstriche im Abstand von 24 h, wobei der erste Abstrich 72 h
nach Sanierungsende genommen wird
- „Soft“-Fraktion
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- „ Hardliner“-Fraktion
- Wiederzulassung betroffenen Personals
- Frühestens 48 h nach Sanierungsbeginn, besser erst nach 3 negativen
Abstrichen
- (zwingend auf Intensiv,Transplatations-einheit, Verbrennungs-station,
Onkologie, OP-Abtlg.)
- „Soft“-Fraktion
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- „ Hardliner“-Fraktion
- MRSA-Pflege bedeutet:
- Erheblichen
- personellen
- Materiellen
- Psychischen
- Finanziellen
- Aufwand
- „Soft“-Fraktion
- Die dargestellten Maßnahmen zur Infektionsverhütung stellen insgesamt
nur einen geringen und fallbezogenen Mehraufwand im Bereich
medizinisch-pflegerischen Bedarfs sowie im Wirtschaftsbedarf dar
- Hess. Soz. Min., Verband der Pflegekassen,
- Heimaufsicht
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- Das Problem sehen (wollen).
- Wissen und Kompetenz erwerben (wollen)
- Ärztliche-pflegerische Zusammenarbeit (wollen)
- Offen und ehrlich miteinander umgehen (wollen)
- Akzeptieren (wollen) aufwendigere Pflege = mehr Qualität kostet mehr
Geld
- (Mercedesfahren zum Trabbipreis klappt auch im Gesundheitswesen nicht)
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